Antependium für die Kirche Dieskau

Dieses Antependium habe ich für die Kirche in Dieskau im Kabelsketal angefertig.

Herr Behr der Pfarrer der Kirchgemeinde hatte meine Arbeiten für die Kirche in Naundorf begutachtet und kam daraufhin auf mich zu, mit der Bitte ein Antependium für den Altar in der Kirche in Dieskau anzufertigen.

Er hatte bereits genaue Vorstellungen, das heißt es gab einen konkreten  Entwurf und das Material dazu war auch schon gekauft. Also musste ich damit leben. Das Material war ein Vlies aus Kunststofffasern, sodass mit dem Bügeleisen größte Vorsicht geboten war.

 

Der Entwurf stellt eine Dornenkrone dar mit einem Kreuz in der Mtte. Die erste Herausforderung bestand darin, vom Entwurf zu einer Schablone in Originalgröße zu gelangen, Aber da wurde ich tatkräftig von meinem Mann unterstützt. Die Dornenkrone auf das Vlies zu applizieren war dann gewohntes Handwerk, sodass ich auch zum Schluss mit dem Resultat sehr zu frieden war.

Erinnerungsprojekt

Ein Erinnerungsprojekt, zwei Buchhüllen als Erinnerung an ihren Vater für Schwestern .

Nach dem Tod ihres Vater musste ersteinmal einige Zeit vergehen bis Kerstin mit diesem speziellen Wunsch zu mir kam.

Sie brachte mir einige Lieblingssachen ihres Vaters: je zwei  Schaltücher und Krawatten und ein Hemd. Daraus sollten nun zwei Buchhüllen entstehen.


Mit auf den Weg gab sie mir, das ihr Vater den Garten, den Wald und das Pilze sammeln, liebte.

Außerdem fuhren sie gern zum Urlaub an die See mit Strand, Wind und Wellen.

Von Beruf war er Elektriker und er hatte auch einen tollen Schlips mit Glühlampen.

Als sie die fertigen Werke in Empfang nahm, war sie ganz gerührt und sagte: „Ja, genau das ist unser Papa“.

 

Gegensatz und Harmonie

Anfang 2021 nahm ich an der Ausschreibung der Patchworkgilde zum Thema „Feuer und Wasser“ teil. Dazu gab es einen Stoffbrief mit Westfalen Stoffen und gelbes Stickgarn. Beides passt so gar nicht zum Thema, also war erst einmal Kopfzerbrechen angesagt.

Ich habe dann das Denken um die Ecke gewählt, also das Thema als Gegensätze, Widersprüche bzw. Metapher interpretiert. Damit war ich schon mal ein ganzes Stück weiter.

Zu den Stoffen aus dem Stoffbrief, ein Webstoff in zarten Grüntönen mit Marienkäfer, ein weisser Stoff mit roten und pinken Linien und eine roten Stoff mit pinken Punkten habe ich einen zarten  und einen dunkel grünen Unistoff hinzugenommen.

 


Die Gegensätze habe ich durch die Farben, die Formen und im Hell-Dunkel-Kontrast dargtellt.

Ich habe die einzelnen Blöcke und Abschnitte solange an der Pinwand hin – und hergeschoben bis ich ein für mich harmonisches Gesamtbild erreicht hatte.

Corona bedingt konnte der Quilt erst im April versendet werden als wie ursprünglich geplant im Februar.

Stoffreste, Motive & Zierstiche


Ich nehme mir gern drei bis vier Stoffreste von einem besonderen Motiv und dazu Stoffreste einer ausgewählten Farbpalette. 

Dann kommt der kreative Prozess, der mir soviel Spaß macht – das freie Gestalten.

Es wird genäht, geschnitten, ausgelegt, betrachtet und weiter gehts. Bis schlussendlich ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Mein Gefühl sagt mir, wann es genug ist, und wo noch etwas fehlt.

Nach dem Zusammennähen kommt der zweite spielerische  Schritt, das Ganze wird mit Zierstichen akzentuiert. Ich liebe es und bin jedesmal begeistert über die Wirkung die ich damit erziele.

Beide Patchwork-Decken gehören zu meinen Lieblingswerken.


Katzen, Frösche und Kürbisse

Welch eine Zusammenstellung! Aber das sind die Themen der Platzdecken, die ich im Januar genäht habe. Ich war mal wieder Stoffestöbern, und schauen welcher Stoff nun mal endlich das Licht der Welt erblicken sollte und zu Ehren kommen.

Den Katzen-Stoff hatte ich schon eine Weile liegen, so war es jetzt also höchste Zeit daraus etwas Schönes zu nähen.

 


 

Auch die Frösche hatten ihren großen auf Tritt und fanden auch umgehend eine Liebhaberin. Hurra, so muss es sein.

Das Kürbis-Motiv erhielt einen aufwendig gepatchten Rand und erstrahlt nun in leuchtenden Farben.