Blüten in die Luft werfen

Es war mal wieder an der Zeit mit meinen Stoffresten etwas Schönes zu zaubern. Schon lange hatte ich auf dem Plan aus den Motivbildern der „Blissful moment“ eine Patchworkdecke, die man gut als Platzdecke verwenden kann zu gestalten.

Schnell waren die  drei Bilder ausgesucht und die Farbpalette damit vorbestimmt. Jetzt im Januar, wo die Tage grau und ungemütlich sind, arbeite ich besonders gern mit leuchtenden Farben.

Auch die Zierstiche meiner Bernina habe ich wieder reichlich genutzt um die unifarbenen Stoffe zugestalten.

Meine Kundin Kerstin war besonders von der Frau, die die Blüten in die Luft wirft begeistert.

 

Erinnerungsprojekt

Ein Erinnerungsprojekt, zwei Buchhüllen als Erinnerung an ihren Vater für Schwestern .

Nach dem Tod ihres Vater musste ersteinmal einige Zeit vergehen bis Kerstin mit diesem speziellen Wunsch zu mir kam.

Sie brachte mir einige Lieblingssachen ihres Vaters: je zwei  Schaltücher und Krawatten und ein Hemd. Daraus sollten nun zwei Buchhüllen entstehen.


Mit auf den Weg gab sie mir, das ihr Vater den Garten, den Wald und das Pilze sammeln, liebte.

Außerdem fuhren sie gern zum Urlaub an die See mit Strand, Wind und Wellen.

Von Beruf war er Elektriker und er hatte auch einen tollen Schlips mit Glühlampen.

Als sie die fertigen Werke in Empfang nahm, war sie ganz gerührt und sagte: „Ja, genau das ist unser Papa“.

 

Stoffreste, Motive & Zierstiche


Ich nehme mir gern drei bis vier Stoffreste von einem besonderen Motiv und dazu Stoffreste einer ausgewählten Farbpalette. 

Dann kommt der kreative Prozess, der mir soviel Spaß macht – das freie Gestalten.

Es wird genäht, geschnitten, ausgelegt, betrachtet und weiter gehts. Bis schlussendlich ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Mein Gefühl sagt mir, wann es genug ist, und wo noch etwas fehlt.

Nach dem Zusammennähen kommt der zweite spielerische  Schritt, das Ganze wird mit Zierstichen akzentuiert. Ich liebe es und bin jedesmal begeistert über die Wirkung die ich damit erziele.

Beide Patchwork-Decken gehören zu meinen Lieblingswerken.


Altar- und Kanzelantepedium für die Kirche in Naundorf

Die ersten Entwürfe für das Altarantependium habe ich im September angefertigt. Dann habe ich sie mit der Auftraggeberin Rosi und Gemeindemitgliedern diskutiert. Wir waren uns schnell einig.

Ich habe sie für meine Technik der freigeschnittenen Blöcke begeistern können und war sehr dankbar das sie da mitgehen konnten.

Diesmals habe ich die Variante mit drei Stoffen gewählt. Hauptsächlich werden verschiedene Gelbtöne und nur sehr sparsam Weiss verwendet.

Die Antependien sind für den Beginn des Kirchenjahres gedacht, also sehr helle Farben sind der Wunsch. Dazu passend sehr gut die gestickten Sonnenstrahlen. Sie sind nicht dominant, man muss schon dicht herangehen um die Stickerei zu entdecken. Insgesamt strahlen die Antependien Freude, Optimismus und das Erwachen der Natur zu Jahresbeginn aus.