Ein Schnitt – zwei Taschen


Kurz vor Weihnachten ist immer viel los. Es gibt jede Menge Wünche, die noch erfüllt werden wollen.

Und da ich gerade so schön im Fluss war, und die Ideen beim Arbeiten am Thema kommen, habe ich nach den zwei Taschen mit dem wunderschönen Kischblütenstoff gleich noch weiter gemacht.

Diese aus meinem  Lieblingsstoff, japanischer Webstoff,  hat auch wieder den für mich wunderbaren schlichten Schnitt, mit einer Klappe vor, die mit einem Klettverschluss versehen ist. 



Dieses Prachtstück ist für eine liebe Stammkundin, die ihren Jeansrock von Desigual hergegeben. Die Tasche soll auch für den Bussiness-Auftritt geeignet sein, deshalb schwarz-weiss.

Auch hier der Schnitt sehr schlicht gehalten, sodass das Muster gut zur Geltung kommt.
Ich habe möglichst viel von dem Jeansstoff verwendet, so auch die bieden Rocktaschen für Innen. Ein tolles Weihnachtsgeschenk & Herzenswunsch wurde erfüllt.

Bojagi

In der Zeitschrift „Patchwork Professionell“ 4/2018 haben mich viele Artikel inspiriert, aber als erstes habe ich mich auf die Bojagi-Technik gestützt. Diese Art des Zusammennähens von Stoffstücken wollte ich schon lange mal ausprobieren. Und so war ich hocherhfreut, den Artikel von Pia Welsch von Bojagi und Yukata zu finden.

Verwendet habe ich die Baumwollsatin-Stoffe, die ich letztes Jahr von Stefanie in reichlichen Menge geschenkt bekommen habe. Sie sehen edel aus, sind allerdings nicht so einfach in der Verarbeitung, das sie glatt sind.

Geplant hatte ich mir einen Yukata, sprich Morgenmantel analog dem Projekt in der Zeitschrift zu nähen.

Also habe ich losgelegt und fleißig zerschnitten und wieder zusammengenäht. Zwei Bahnen habe ich fast fertig bekommen.

Dann kamen wieder, wie so oft alle möglichen anderen Projekte und Verpflichtungen dazwischen, und es wurde ein UFO. (sprich unfertiges Objekt)

Allerdings brauche ich nicht wirklich einen Morgenmantel, weshalb ich auch nicht die richtige Motivation zum Weitermachen hatte.

Dieser Tage hatte ich dann den entscheidenen Einfall und somit auch gleich den unbedingten Drang daran weiter zuarbeiten bzw. es zu Ende zu bekommen.

Ein Fenstervorhang ist es nun geworden, der mir auch richtig gut gefällt. Nachdem die zwei Bahnen der linken Hälfte am Fenster hingen, fand ich da fehlt noch etwas. Die rechte Fensterhälfte sollte auch noch einen Vorhang bekommen. Diesmal nur mit der Schmuckkante unten.

Das Resultat gefällt mir sehr und ich bin stolz auf mein Ergebnis.

 


 

Schöner Stoff für Taschen

 

 

 

 

 

 


 

Diesen Stoff von Alexander Henry habe ich in drei Farben, in Schwarz, in Grau und einem zarten Türkis. 

Nicht nur mir gefällt dieser Print, sondern auch einer lieben Kundin, die sich von mir eine Umhängetasche nähen lassen wollte. Wir vereinbarten eine Termin zu Stoffauswahl und dem Besprechen der Detail.
In meiner Schatzkiste mit den Stoffen aus Japan bzw. im japanischen Stil, weil dieser hier kommt aus den USA, ist sie dann fündig geworden.

Aus sage und schreibe 17 Einzelteilen beseht die Tasche für die Kundin und aus 18 Teilen sogar die Clutch. 


Kreatives Schreiben & Bilder erfinden

Im Cafe

Sitzen, schauen und zur Ruhe kommen.
Allein im Cafe ist für mich ungewohnt.
Die heiße Schokolade geniessen, die Lippen ableckend.
Ringsrum an den Tischen angeregte Gespräche,
die umherschwirrenden Gesprächsfetzen bilden ein angenehmes Hintergrundgeräusch.
Ich genieße die Wärme des Bollerofens und hoffe,
dass meine Eisbeine auftauen.
Auf jedem Tisch steht eine andere Zuckerdose aus Oma´s Zeiten und auch die sonstige Einrichtung besteht aus Einzelstücken mit einem langen Vorleben, die bestimmt so manche Geschichte erzählen könnten.
Ein guter Ort zum Aufwärmen bei unfreundlichem Novemberwetter.

Melancholie

Zwei einsame Bänke in einem Park.
Es ist viel zu frisch um sich dort hinzusetzen.
Die hohen Bäume zeichnen sich dunkel am Himmel ab.
Der einsame Spaziergänger fröstelt.

Das Laub verrottet schon.
In dem ganzen Braun schimmern noch zwei grün-gelbe Blätter als Farbtupfer hervor.
Die knorrigen Bäume vorm Museum recken ihre kahlen Äste in den grauen Novemberhimmel.
Sie sehen gespenstisch aus.
Der wilde Wein verliert seine letzten Blätter und kann nun nur noch mit den verschrumpelten,
blauen Trauben etwas hermachen.
Die Natur zieht sich zurück, und der Mensch verkriecht sich ins Warme,
und träumt vom Erwachen der Natur im nächsten Frühling.


Herbstliche Blöcke

Auch dieses Jahr habe ich wieder einen Patchwork-Kurs im Herbstsemester an der VHS-Halle gegeben. Ich habe mich sehr darauf gefreut, wieder handarbeitende Frauen für Patchwork zu begeistern. Der Kurs war auch wieder bis auf den letzten Platz ausgebucht, wobei ich 10 Teilnehmerinnen schon als eine Herausforderung ansehe. Da habe ich immer Sorge, dass auch alle zu ihrem Recht kommen, und ich mich genug um die Einzelne kümmern kann.

Wir haben wieder mit dem Kennenlernen und dem Umgang mit Rollschneider, Lineal und Schneidmatte angefangen. Als ersten Block haben wir den Doppelten Vierer-Block genäht, darauf aufbauend die verschiedenen Variationen mit den Quadraten und Rechtecken. Weiter gings mit der Methode der „Schnellen Dreiecke“, mit deren Hilfe man eine Vielzahl von Möglichkeiten hat, Blöcke zu gestalten. Und das Blockhaus-Muster darf natürlich auch nicht fehlen. Ich habe die Blöcke dann zu einer Mitteldecke zusammen gefügt. Aber man kann auch kleinere Deckchen oder Läufer damit gestalten.

Jeans & Applikationen II

Zum Tag des „Offenen Ateliers“ bestaunte meine Nachbarin meine Jeanstasche mit den Applikationen aus den Quadraten der japanischen Stoffe.  Sie verliebte sich in diese Machart und gab eine Jeanstasche bei in Auftrag. In aller Ruhe suchte sie sich ihre Lieblingsstoffe aus meiner Schatzkiste aus. Wir disskutieren über die Gestalt, den Träger und die Größe. Der Träger sollte verstellbar sein, für mich eine neue Herausforderung.
Am nächsten Tag brachte sie mir zwei getragene Jeans von sich. So konnte ich ihr eine ganz individuelle Tasche  nähen.

Bei der Gestalung der Applikationen habe ich ihre Wünsche einfließen lassen. Wir haben sozusagen im engen kreativen Prozess die Tasche für sie gemeinsam entwickelt.


Die viele Taschen im Inneren waren für sie eine Überraschung.
 Ich habe die Jeans richtig „ausgeschlachtet“ und alles was ging verwendet.
Es gibt eine Tasche mit Reissverschluss und zwei Gesäßtaschen.
Wobei eine noch als Highlight eine Klappe mit Applikation und einem Druckknopf zum Verschließen erhalten hat.